Dieter Meier on Swiss TV - tonight + .ram video on website

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hansi
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Dieter Meier on Swiss TV - tonight + .ram video on website

Postby hansi » Wed Nov 02, 2005 2:45 pm

hello,
a short report about Dieter new photo exhibition in Zürich on Swiss TV "SF DRS1" 10:50pm "kulturplatz"
http://www.sfdrs.ch/system/frames/tv-guide/index.php
http://www.sfdrs.ch/system/frames/highl ... /index.php

and a :arrow: 18 minutes :!: :!: :!: .ram video here
http://real.xobix.ch/ramgen/sfdrs/vod/k ... ieter_m.rm

regards ( current from Spain ) , Hansi
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JonKamm
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Postby JonKamm » Wed Nov 02, 2005 5:14 pm

Nice post Thanks Hansi

I liked this!
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Max Smily
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Postby Max Smily » Mon Nov 07, 2005 6:38 pm

Interessting interview.

It has two parts. First part filmed in the studio. Second part filmed some days later. In the second part Dieter is really irritated and bored of the interviewer. He spokes in Switzerdeutsch, a dialect hard to understand for germans. At the first part Dieter is in good fancy and he spokes a clear german free of dialect.

The first part i had typed for automatical translation by google.

Wenn die Frisur stimmt, stimmt fast alles.

Wie eitel sind Sie, Herr Meier?

Das ist eine schwierige Frage, meine Eitelkeit geht eigentlich nicht nach außen, sondern nach innen. Also es ist ganz selten, dass ich irgendwie "scheinen" will, nach außen, sondern es ist ein Wohlbefinden nach innen. Und das geht aber sehr weit, wenn ich zum Beispiel Socken an habe, die mir in der Farbe oder in der Wollkonsistenz an diesem Tag nicht richtig erscheinen, dann muss ich nach Hause gehen und die Socken wechseln.

Was tragen sie heute für Socken?

Heute trag ich Socken aus einem Kamelhaar-/Kaschmirfaden gestrickt, die sehr angenehm sind, wenn man lange steht und eigentlich die Füße sehr stark belastet sind, weil sie wunderbar atmen.

Wenn Sie einfach jetzt das Konzept erklären können, an dem sie arbeiten, die künstlerische Arbeit, die Sie hier im Augenblick produzieren.

Ich habe 1974 in einem Museum in Zürich 48 Charaktere ausgestellt, die ich alle nicht etwa gemalt hab, sondern mit meinem Gesicht produziert habe - impersonifiziert habe. Das sind ganz unterschiedliche Leute mit unterschiedlicher Geschichte und jetzt 35 oder 33 Jahre später stelle ich die gleichen Charaktere noch einmal dar. Ich kann mich sehr genau erinnern an jeden einzelnen, den ich damals "gemalt" habe - sag ich mal - und die gleichen Charaktere werden nochmal dargestellt und jeder bekommt aber eine Biografie. Was hat er in den 31 Jahren gemacht? Also einer ist ein Box-Promoter geworden, oder ein Boxtrainer besser gesagt, der andere ein Unternehmer, noch einmal einer hat ein Geschäft für Parketböden/Auslagen, einer ist Kunstmaler geworden, der andere Bankier und all diese Charaktere eben sind 1974 gezeigt und 2005 wieder, eben gemalt mit meiner Visage. Das ist Peter Hampel - personifiziert von Dieter Meier - und die Biografie von Herrn Hampel, die liest sich so: <Biografie in Englisch> Das ist also Peter Hampel 1974 und 2005 gemalt - sag ich mal - von Dieter Meier.

Wie gut kennen Sie diesen Peter Hampel?

Den kenne ich eigentlich ganz gut. Seine Biografie ist nicht gleich wie meine aber es gibt da Überschneidungen. Ich bin ja der Sohn eines Bankiers und meine artistische Kariere im Verhältnis zur Familie, die verlief auch nicht immer so ganz einfach, weil mein Vater natürlich sich vorgestellt hat, dass ich als Jurastudent in die Fußstapfen seines Berufes irgendwie trete und ich hab - obwohl ich mich eigentlich nicht zum Künstler berufen gefühlt habe - gemerkt, dass es das nicht ist. Ich bin eigentlich geworden, was ich geworden bin, aus einem Ausschließungsverfahren heraus. Ich hab eigentlich mehr aus Verzweiflung und Langeweile begonnen Filme zu machen und Drehbücher zu schreiben und eben solche Geschichten, wie das hier.

Wären Sie eigentlich lieber Clown geworden?

Das kann ich nicht sagen, weil ich nicht weiß wie das Leben eines Clowns ist, aber ich denke das jeder Mensch eigentlich auch ein Clownanteil in sich drin haben sollte, indem man ja diesen ganzen Irrsinn der paar 10.000 Tage die man da auf diesem Planeten verbringt, eigentlich nicht so ernst nehmen sollte. Man sollte das alles sehen als einen Besuch und auch wissen, dass man dies auch wieder verlässt und man sollte das durchaus auch aus der Sicht des Clowns auch sehen.

Würden Sie sich selbst einen Clown nennen?

Nein. Der Clown, das ist ein sehr ernster, seriöser Beruf. Es gibt nur ganz wenige gute Clowns, so wie es wenige gute Schriftsteller gibt, und das wäre eine Verhöhnung des Clowns, wenn ich mich Clown nennen würde.

Was sind Sie denn?

Ich nenne mich in Ermangelung und aus Weigerung einer weiteren Präzisierung nenne ich mich Produzent, weil ich ja einfach verschiedene Sachen produziere. Ich habe gerade ein kleines Kinderbuch geschrieben, hab irgendeinen Film in Produktion in Los Angeles und arbeite jetzt an dieser Fotoausstellung, ich versuche irgendeinen Text fertig zu kriegen und so weiter. Es sind immer verschiedene Dinge, so wie ein chinesischer Jongleur, der versucht sieben Teller irgendwie in der Höhe zu halten, indem er sie schnell dreht und so bin ich denn eigentlich ein Produzent. Wobei am liebsten - das wären dann aber so ambitioniert, wenn ich das sagen würde - würde ich mich eigentlich eher nennen, und zwar weil ich ja all mein Tun nicht seh als etwas was final wichtig ist, produktbezogen ist, sondern es ist eigentlich alles - so wie beim Bergsteiger - die Erfahrung mit sich selbst als ein Teil von dieser Welt. Ich hinterlasse sozusagen Fußspuren, viele unwichtige, viele dumme, viele werden sofort weggeschwemmt und vielleicht ein paar, die aus irgendeinem Grund man sich in 10 oder 20 Jahren noch ansieht, aber das Wichtigste ist der Gang, das Produkt, die Fußspur, ist ein Nebenprodukt. Wenn ich mich jetzt so schminke und mit diesem Hut vor dem Spiegel steh, dann hab ich tatsächlich ein bisschen das Gefühl, ein Komödiant zu sein oder ein Zirkusclown oder so etwas, aber eben niemals würde ich diesen sehr ernsten Beruf des Clowns einfach als Bezeichnung meiner kleinen Verwandlung hier missbrauchen.

Wieviel Dilettantismus braucht Kreativität?

Das ist eine gute Frage. Ich glaube Dilettantismus ist nicht der ganz richtige Ausdruck, ich sag, man müsste eher sagen, wieviel Kindlichkeit braucht Kreativität? Dilettantismus heißt ja, dass man eigentlich immer Unerfahren eben ein Dilettant bleibt. Und Kindlichkeit wäre eben, dass biblische "Werdet wie die Kinder", das heißt, dass man sich sozusagen ausgräbt aus den Verschüttungen der Erziehung und des Erwachsenwerdens und zurück findet eigentlich an die Wurzeln des Göttlichen, dass in jedem Menschen drin steckt. Und insofern ist eben Dilettantismus nicht ganz richtig.

Was interessiert Sie an diesem Projekt? Was ist die Idee, die von Ihnen entwickelten Figuren nach 30 Jahren wieder zu treffen? Was reizt Sie daran?

Was mich reizt ist die Rückerinnerung an die Darstellung dieser Figuren vor 31 Jahren. Ich kann mich eigentlich an jede dieser Figuren, die ich ja damals mit meiner Visage gemalt habe, erinnern und ich versuche jetzt diese Figur wieder zu sein und mit minimalen Eingriffen in mein Gesicht, wie zum Beispiel eben dem Färben hier meines Schnurrbarts oder der Augenbrauen, dann diese Charaktere wieder zu werden, nachdem sie aber 31 Jahre hinter sich haben und eben eine Biografie, die ich dann erfinde.

Ist Ihr Gesicht vielleich Ihr größtes Kunstwerk?

Nein, ich hab überhaupt nicht das Gefühl, dass ich Kunstwerke schaffe. Wie ich schon gesagt habe, ich sehe meine Produkte als Ausdruck eines Ganges, als eine Fußspur, und in dem Sinne seh ich natürlich mein Gesicht auch als Ausdruck meines Daseins. Man sagt ja, irgendwie glaub ich, mit 30 oder mit 40 - gibt es so Sätze - ist jeder für seine Visage selber verantwortlich, was ich natürlich streng verneinen würde, weil ich ein absoluter Verfechter der Schicksalstheorie bin, dass man eben nicht seines Glückes Schmied ist, sondern es ist alles ein Glück, keine Gnade, ein Pech oder irgendwsoetwas. Es gibt ja diese lächerliche Ansicht, diese bürgerliche Ansicht, dass man zum Beispiel sagt: Ja, dieser Mann war zwar sehr talentiert, aber hat mit seinem Talent leider nichts gemacht. Als wäre die Fähigkeit mit seinem Talent Ja oder Nein etwas zu machen nicht auch nur wieder ein Schicksal.


If the hair-style is correct, nearly everything is correct.

Are you, Mr. Meier how vain?

That is a difficult question, my vanity goes actually not outward, but inward. Thus it is completely rarely that I somehow "shine" wants, outward, but it is a well-being inward. And goes however very far, if I have for example socks on, which do not appear correct to me in the color or in the wool on this day, then must I home go and the socks change.

What do they carry today for socks?

Today carry I socks from a camel hair/Kashmir thread knitted, which are very pleasant, if one stands actually for a long time and the feet are very strongly loaded, because they breathe marvelously.

If you can the concept explain simply now, on which you work, the artistic work, which you produce here at the moment.

In 1974 in a museum in Zurich I made 48 characters, which I all not painted, but produced with my face. Those are completely different people with different history and now 35 or 33 years later represent I the same characters again. I can remember very exactly each particular, which I have at that time "painted" and the same characters are represented again and to everyone get however a biography.

What did it make in the 31 years?

Thus one became a box Promoter, or a box coach better said, the other one an entrepreneur, again one has a business for parking soil/displays, one painters became, the other banker and all these characters evenly is 1974 shown and 2005 again, evenly painted with my Visage. That is Peter Hampel - personified by Dieter Meier. And the biographiy of Mr. Hampel, reads itself in such a way: < Biography in English > that is thus Peter Hampel 1974 and 2005 time - painted by Dieter Meier.

How well do you know this Peter Hampel?

I know that actually completely well. Its Biography is not directly as my however it gives there overlaps. I am the son of a banker and my artistic career in relation to the family, did not run also always so completely simply, because my father naturally imagined that I follow somehow as a law student into the footstep of its occupation and I have - although I felt actually not destined as the artist - noticed that it is not that. I actually became, which I became, from an excluding procedure. I have more from despair and boredom begun films to actually make and film scripts write and evenly such stories, like that here.

Would you actually have become dear clown?

I cannot say that, because I like the life of a clown is not white, but I think for having each humans actually also a clown portion in itself in it should, by this whole insanity that few 10,000 days which one on this planet spending there, actually not so seriously take should. One should see and also know that everything as an attendance that one leaves this also again and one should also see quite also from the view of the clown.

Would you call yourselves a clown?

No. The clown, that is a very serious, respectable occupation. There are few good clowns, as it few good writers gives only completely, and that would be a mockery of the clown, if I would call myself clown.

What are they?

I call myself in the absence of and from refusal of a further specifying call myself I producer, because I produce simply different things. I wrote a straight small children's book, have any film in production in Los Angeles and work now on this photo exhibition, I try any text finished and so on. There is always different things, like a chinese juggler, tries seven plates somehow in the height to hold, by turning her fast and like that I am actually a producer. Whereby dearest - that would be ambitioniert however in such a way if I would say - I would call myself actually rather, because I all my doing is not something is finally important which, is product-related, but it is actually everything - as with the mountain climber - the experience with itself as some of this world. I leave as it were footprints, many unimportant, many stupid, many am immediately away-washed and perhaps few, which for any reason one still regards in 10 or 20 years, but the most important is the course, the product, the footprint, is a by-product. If I make up in such a way now and stand with this hat before the mirror, then have I the little feeling, a comedian to be actual or a circus clown, but I would evenly never abuse this very serious occupation of the clown here simply as designation of my small conversion.

How much does dilettantism need creativity?

That is a good question. I do not believe dilettantism am the completely correct expression, I say, one would have to say rather, how much childlikeness needs creativity? Dilettantism means that one remains even actually always inexperienced a Dilettant. And childlikeness would be even the fact that Biblical "become like the children", i.e. that one excavates oneself as it were from the burying of the education and the arising becoming and finds the way back actually to the roots of the epiphany that in each humans in it is. And to that extent evenly dilettantism is not completely correct.

What interests you in this project? What is the idea to meet the figures developed by you after 30 years again? What provokes you to it?

Which me provokes is the back memory of the representation of these figures before 31 years. I can do me actually to everyone of these figures, which I painted at that time with my Visage, remind and I try this figure again to be now and with minimum interferences into my face, like here for example evenly coloring my mustache or the brows to become then these characters again after they have however 31 years behind itself and evenly a biography, which I invent then.

Is your face your largest work of art?

No, I do not have at all the feeling that I create works of art. As I already said, I see my products naturally as a sign of a course, as a footprint, and in the sense I see my face also as a sign of my existence. One says, somehow believes I, with 30 or with 40 - there are sentences in such a way - is responsible to everyone for its Visage themselves, which I would answer in the negative naturally strictly, because I am an absolute advocate of the fate theory that one is evenly not "every man is the architect of his own fortune", but it is not everything a luck, a grace, a pitch. There is this ridiculous opinion, this civil opinion that one says for example: Yes, this man was talented, but with its talent made unfortunately nothing very much. As the ability with its talent would be or no something to make not also only again a fate.
Seven, eight, nine - kann denn das noch sein?

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